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29. 10. 2012

Links und Infos in Stein gemeißelt

Gewinner-Entwurf bei Grabmal-TED.

QR-Codes sind Bausteine aus dem digitalen Werkzeugkoffer, die dazu dienen individuelle Informationen abzurufen, zu nutzen und in einem Netzwerk zu verteilen. Dass seine Anwendung vor dem Friedhof nicht halt macht, muss nicht verwundern, auch wenn nicht alle von dieser Entwicklung angetan sind.

So hat beispielsweise der Kölner Steinmetz und Steinbildhauermeister Andreas Rosenkranz einen Weg gefunden, über den QR-Code die Individualität eines Verstorbenen wieder mehr zu betonen, als es heute in der Bestattungs- und Grabmalkultur allgemein üblich ist. Der Inhaber der Firma Steinart gravierte den speziell generierten QR-Code in einen Grabstein ein. Es gibt auch Varianten, bei denen der Code auf einer Plakette am Grabstein befestigt wird, aber eingemeißelt ist er besonders dauerhaft, witterungsresistent und friedhofskonform. Auf dem privaten Urnenfriedhof „Gärten der Bestattung“ in Bergisch-Gladbach steht bereits ein solcher QR-Grabstein.

Rosenkranz veränderte den QR-Code grafisch, ohne dass seine Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird. Damit gehen bei diesem Entwurf zwei nicht unbedingt nah beieinander liegende Symbole, der QR-Code als Zeichen der modernen, digitalisierten Lebenswelt und das alte, auf Grabmalen immer seltener zu findende Kreuz als Zeichen des Christentums, eine neue, ungewöhnliche Verbindung ein. Lesen Sie mehr dazu in der Oktober-Ausgabe der Friedhofskultur auf Seite 24.

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