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18. 05. 2016

Landschaftsgärtner: Den Nachwuchs fördern

Herausforderungen als Ansporn: die Talentschmiede belohnt gute Leistungen in der Zwischenprüfung. Foto: BGL
Erstellt von TASPO Online / BGL / GMH

Seinen Platz in der Berufswelt zu finden, nachdem der klar strukturierte Schulalltag endet, das fiel noch keiner Generation leicht. Aber die Jugend von heute ist offensichtlich zielstrebiger als frühere Jahrgänge. Die Landesverbände (VGL) und natürlich der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) pochen immer wieder auf die Bedeutung der nachhaltigen Nachwuchswerbung und -förderung.

Nachwuchswerbung: Eltern sind wichtige Ratgeber

„Eltern sind für Schülerinnen und Schüler wichtige Ratgeber, wenn es um die berufliche Entwicklung geht“, erklärt Jutta Lindner-Roth, Referentin für Nachwuchswerbung beim Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen (VGL NRW).  

Allein ihr Verband, einer von bundesweit zwölf Landesverbänden stellt den Beruf des Landschaftsgärtners jährlich auf etwa 50 Berufsmessen und -märkten und zahlreichen Vorträgen in Schulen vor. Hinzu kommen Aktionen einzelner Betriebe – bundesweit also hunderte von Veranstaltungen für den potenziellen Nachwuchs.

BGL fördert Nachwuchs seit fast 40 Jahren

Der BGL hat schon 1977 gemeinsam mit der Gewerkschaft das Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) gegründet. Der VGL NRW beteiligt sich zudem an der landesweiten Initiative des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW, „Kein Abschluss ohne Anschluss“, die jungen Menschen beim Übergang von der Schule zum Beruf hilft. „Wir haben es uns auch zum Ziel gemacht, leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler speziell zu fördern“, sagt Lindner-Roth.

Ob mit Hauptschulabschluss oder Abitur, die Branche braucht Nachwuchs, denn Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sind begehrte Fachkräfte. In Deutschland gibt es mehr als 16.700 Landschaftsgärtner-Fachbetriebe, in denen über 112.000 Menschen arbeiten, dazu kommen rund 6.600 Auszubildende - Frauen wie Männer. Der Ausbildungsberuf „Gärtner/in Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“, kurz Landschaftsgärtner, ist sowohl für junge Männer als auch Frauen geeignet, die gerne an der frischen Luft arbeiten, sich für Natur und Technik interessieren und Teamarbeit schätzen.

GaLaBau bietet sichere Perspektive für den Nachwuchs

Ihnen stehen bundesweit 20 Referentinnen und Referenten für Nachwuchswerbung zur Verfügung: „Ausschlaggebend für viele unserer Auszubildenden ist, dass ihnen der Beruf sichere, aber auch interessante Perspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten in einer Wachstumsbranche bietet“, sagt  Lindner-Roth. Der Gesamtumsatz stieg 2015 auf rund 7,14 Milliarden Euro, zum siebten Mal in Folge eine Steigerung.

Um die Jugendlichen direkt und zeitgemäß zu erreichen, baut das AuGaLa, das den bundesweiten Auftritt verantwortet, Medien und Maßnahmen stetig aus. „Ich empfehle allen Interessierten, ein Betriebspraktikum zu machen, um den Berufsalltag in ein bis wei Wochen kennenzulernen. Das hilft am besten bei der Entscheidung, welchen beruflichen Weg man einschlagen will. Gerne unterstützen die Referenten für Nachwuchswerbung bei der Suche nach einem Praktikumsplatz“, so Lindner-Roth.

Besondere Erlebnisse für engagierte Auszubildende

Die Förderung beginnt mit der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags. Für engagierte Auszubildende halten der Verband NRW wie auch andere Landesverbände besondere Erlebnisse bereit. „Mehrmals im Jahr gibt es die Gelegenheit, in namhaften Gärten und Parks in Irland oder England ein dreiwöchiges Auslandspraktikum zu absolvieren. Wir organisieren die Kontakte und die Förderung durch das Programm Erasmus+, wodurch wir die Kosten für die Auszubildenden sehr gering halten können“, so Lindner-Roth. „Und wer bei der Zwischenprüfung zu den Besten seines Jahrgangs gehört, darf bei der ‚Talentschmiede‘ der Landschaftsgärtner NRW mitmachen.“

Hier blicken sie über den Tellerrand hinaus und lernen ungewöhnliche Tätigkeitsbereiche kennen, wie GPS-Vermessung, 3D-Planung mit neuester Technik oder das Baumklettern.“

Hier finden Sie alle Ansprechpartner rund um die Nachwuchsförderung.

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