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25. 05. 2013

Alternative Angebote zum Einzelgrab: Nachfrage hält an

Gärtnerbetreute Grabfelder und Memoriam-Gärten verbuchen eine verstärkte Nachfrage. Foto: Treuhandstelle Dauergrabpflege Hessen-Thüringen

Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH hat ihre Geschäftszahlen 2012 vorgelegt. Demnach wächst die Nachfrage nach alternativen Angeboten zum traditionellen Einzelgrab. So haben sich die Bestattungszahlen bei den gärtnerbetreuten Grabanlagen und Memoriam-Gärten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. 

Gemeinsam mit den zuständigen Friedhofsverwaltungen der Städte und Gemeinden erarbeitet die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen bereits seit mehreren Jahren zeitgemäße Bestattungsformen für die Friedhöfe in ihrem Bereich.

„Das Angebot der Memoriam-Gärten und der gärtnerbetreuten Grabfelder entspricht dem Wunsch vieler Menschen für ihre letzte Ruhestätte“, so Stefan Friedel, Geschäftsführer der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen. „Im täglichen Umgang mit den Menschen merken wir, dass der Bedarf nach gärtnerisch schön gestalteten und dauerhaft gepflegten Plätzen auf unseren Friedhöfen vorhanden ist. Die gärtnerbetreuten Grabanlagen und Memoriam-Gärten bieten einen Ort, in dem wir Trost finden.

Durch die gartenähnliche Anlage wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Die gleichzeitige fachmännische Pflege der gesamten Anlage durch Vertragsbetriebe der Treuhandstelle ist ein großer Vorteil, denn in der heutigen Zeit ist es nicht mehr so, dass automatisch die Kinder die Grabpflege übernehmen können oder wollen.“ Viele Kommunen seien bereits mit gutem Beispiel vorausgegangen und nutzten die freien Flächen für das Konzept der gärtnerbetreuten Grabfelder oder Memoriam-Gärten. Friedel: „Und die Zahlen geben uns Recht. Bereits im ersten Quartal wurden schon mehr als 50 Treuhandverträge für diese Bestattungsform abgeschlossen.“

In Hessen und Thüringen gibt es derzeit schon über 30 Anlagen, die Tendenz ist weiter steigend. 2013 würden folgende Projekte umgesetzt: Gärtnerbetreute Grabanlagen in Klein-Karben, Neu-Isenburg und Wiesbaden-Naurod, eine Ruhegemeinschaft in Offenbach, Memoriam-Gärten in Dillenburg, Lich und Liederbach. Auch die stetige Erweiterung bereits bestehender Anlagen ist geplant. Existierende Anlagen gibt es bereits in Angersbach, Bad Homburg, Bad Vilbel, Bad Vilbel-Massenheim, Erfurt, Hanau, Hofheim, Kelkheim, Grünberg, Lauterbach, Oberursel, Offenbach, Rüsselsheim, Wiesbaden und Wetzlar.

Zum 31. Dezember 2012 wurden in Hessen und Thüringen insgesamt 943 Treuhandverträge mit einer Vertragssumme von rund 4,3 Millionen Euro abgeschlossen. Durchschnittlich wurde für einen Treuhandvertrag über eine Laufzeit von 20 Jahren eine Summe von 4.507 Euro einbezahlt. Dies entspricht einem durchschnittlichen Pflege-Entgelt von rund 230 Euro pro Jahr. Insgesamt verwaltet die Treuhandstelle in Hessen und Thüringen bereits mehr als 17.000 Treuhandverträge. (ts/ght)

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