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26. 07. 2016

Bestattungen: Kirche verliert an Bedeutung

Kirchliche Begleitung verliert bei Bestattungen zunehmend an Bedeutung. Foto: Aeternitas

Immer mehr Bestattungen finden ohne kirchliche Begleitung statt. Wurden im Jahr 2000 noch 71,5 Prozent der Verstorbenen kirchlich bestattet, waren es 2014 nur noch knapp 60 Prozent. Das belegen die aktuellen Statistiken der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Demnach wurden 2014 insgesamt 510.535 Verstorbene mit kirchlicher Begleitung bestattet, während es 2000 noch insgesamt 599.829 Verstorbene waren. Der Rückgang ist für katholische wie evangelische Bestattungen gleichermaßen zu verzeichnen.

Immer mehr entscheiden sich für Bestattung mit weltlichem Trauerredner

Zugenommen hat dagegen die Zahl der Bestattungen, die von weltlichen Trauerrednern begleitet werden, wie die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas dazu mitteilt. „Es zeigt sich deutlich, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen immer wieder auch im Bestattungswesen widerspiegeln“, sagt Christoph Keldenich, Vorsitzender von Aeternitas.

Die Verbraucherinitiative nimmt an, dass die Zahl der kirchlich begleiteten Bestattungen künftig noch weiter sinkt. Neben einer Begleitung durch weltliche Trauerredner entscheiden sich bereits jetzt viele Menschen für eine Bestattung ganz ohne Trauerfeier.

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